Dr. Mathias Ullmann


Zur Person

  • Geboren 1960 in Halle/Saale
  • Aufgewachsen in Leipzig, seit 1992 in Dresden (aber im Herzen immer noch Leipziger)
  • Studium von Afrikanistik und Geschichte, Promotion zu Reiseliteratur über Ghana
  • Hobbys: Musik, auch aktiv, Kochen, Reisen, meine Familie

 

 

Veröffentlichungen:

  • Bislang 5 belletristische Bücher – Historische Romane und schräge Krimis

 

 

Der Autor über sich:

Irgendwas kommt immer dazwischen

1983 war ich in Schwerin zum DDR-Poetenseminar eingeladen. Als 23-jähriger junger Poet trat ich hoffnungsvoll mit meinen Gedichten voller Herzblut und ein paar Kurzgeschichten an. Der damalige Literaturchef der Jugendzeitschrift „Neues Leben“ kaufte eine von meinen Geschichten (und bezahlte sogar dafür – nicht er, aber die Zeitschrift) und sah sich meinen Ordner durch, ob er noch etwas Brauchbares finden könnte. Am nächsten Tag gab er mir den Ordner zurück mit der Frage: „Wie findest Du selbst deine Gedichte?“

Sein Ton ließ mich herumdrucksen, mit mehr als einem „Na ja“ konnte ich meine Werke nicht verteidigen. „Ich an Deiner Stelle würde keine mehr schreiben.“ Das war wenigstens eine klare Ansage. Zum Glück hängte er noch dran: „Schreib Prosa, das kannst Du besser.“

Daran habe ich mich seither (fast immer) gehalten. Schon zwei Jahre später stellte sich ein Erfolg ein: Auf dem Poetenseminar 1985 erhielt ich einen Förderpreis für Prosa, der immerhin mit 500 DDR-Mark dotiert war (ich bekam damals monatlich 300 Mark Stipendium).

Nun hätte es losgehen können – aber da kam meine Promotion dazwischen, die geschrieben werden wollte. Dann der Herbst 1989 und die Wende und all die Umbrüche, ich kam nicht zum Schreiben, und wenn, dann war es ein einziges unreflektiertes Durcheinander.

Ich begann eine Arbeit an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, edierte die Schriften eines sächsischen Frühaufklärers, Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, ich gründete eine Familie und schrieb nebenher Kolumnen für eine Leipziger Monatszeitschrift, ein paar kurze Satiren, die Texte für eine Rockoper, die im Rocktheater Dresden lief („Rock Suicide“) – aber für lange Texte fehlten mir Zeit und Ruhe.

Beides bekam ich geliefert, als Ende 2003 die Stelle bei der Akademie auslief und ich nach einigem Zögern beschloss, mich als Historiker mit Spezialisierung auf alte Handschriften und als Afrikanist selbständig zu machen. Endlich konnte ich dicke Schwarten schreiben und veröffentlichte in den kommenden Jahren fünf Romane, zwei historische („Jonathans Lied brennt“, Projekte-Verlag Halle 2006, „Ottos Berg“, VAT Mainz 2010) und drei schräge Dresden-Krimis: „Josephsmacher“, „Ohne Engel“ und „Hirnriss“ – alle zusammen 2012 bei VAT Mainz unter dem Titel „Sie werden mich mögen“ in einem Band erschienen.

Leben konnte ich davon leider nicht, trotz einiger sehr positiver Rezensionen, also unterrichtete ich nebenher beim TÜV Umschüler in Mathematik und Physik oder übertrug die handschriftlichen Findbücher für ältere Bestände des Dresdner Staatsarchives in gewaltige Datenbanken.

So hätte es weitergehen können, produktiv, aber etwas unsicher, doch dann kam 2011 ein verlockendes Angebot dazwischen – ich wurde Geschäftsführer der Stiftung Deutsches Uhrenmuseum Glashütte. Ich habe dort Vieles gelernt, im Guten wie im Schlechten, nur zum Schreiben hatte ich mit einem Mal überhaupt keine Zeit mehr …

Aber, wenn man im Uhrenmuseum arbeitet, dann lernt man auch, dass alles seine Zeit hat – und so ist im Jahr 2014 auch meine Zeit als Geschäftsführer abgelaufen. Und nun habe ich wieder Zeit zum Schreiben. Drei Romanprojekte habe ich am Wickel, in den kommenden Wochen werde ich mich entscheiden, welches davon ich zuerst in Angriff nehmen werde. Und dann werde ich losschreiben – bis wieder was dazwischenkommt.

 

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