Licht


bordüre mir

  bordüre mir   bordüre mir in tausend farben lichterregen hülle fein deinen Mantel fliegen tragen herzbewegen schmelzen sein bordüre mir in lust dein nahme schwingenseegen süße rein deine gaben leben laben wesentanzen fließen sein


DAS ZEPTER DER NYX

Thomas Berger, DAS ZEPTER DER NYX. Materialien zum Lobpreis der Nacht Kelkheim, 1998, Seiten 13, 20 und 108   Nachtbläue und Tag wechseln beständig im Erdkreis. Das harmonische Schauspiel der Natur zu betrachten und nach Art der Wissenschaft zu zergliedern, genügte den Alten nicht; sie gelangten vielmehr zu dessen Deutung: Die Nacht geht dem Tag […]


Lux

  Lux   bringen klingen spring ins Licht Tanz der Freude helle Sicht Herzenleuchten Leopard Einheitstupfen kraftvoll zart wertvoll sichtbar Hören Sehn Heim in Strahlen auf dir stehn


Reflektor

Reflektor   gefesselt vor einem lichtleck allein in weißer dunkelheit fand gebannt von jenem rechteck welten 25 zoll weit verfallen in liebe auf einer bühne in diesen zeiten spieglig ohne sühne hier wozu wo bist du ist das dort der eingang -nur ein reflektor- nur auf leinwand sie: verbindungen -nur ein reflektor- die tot sind […]


jugend und alter

jugend und alter   wer gedenkt unsrer die geschlechter stehn bereit mit den wischlappen   *   sich’s auszudenken die zeichen loderten doch das gleißende licht   *   jugend und alter gleichmütig enthoben sein des gegensatzpaars   *   zur ruhe finden wo eigenes und fremdes ohne inhalt sind  


erinnerung

erinnerung   einmal war es da in himmlischer bläue und flaumenleichter zeit   welch ein einbruch war! der aufstieg nur lebenslang in erinnerung   als gute stelle für die zupackende hand, als mauervorsprung   trittsuchendem fuß; umschwebt noch zu atmen in dem rosigten licht  


PILGRIM

  Auszug aus: Thomas Berger, Pforte zur Rückkehr. Gedichte, Edition L, 2010     PILGRIM   Dient der Sprache   ergründet sie in Wanderschuhen   achtet genau auf sumpfiges Gelände   hört betrachtet verweilt   schätzt das Schweigen   sucht Worte die tragen auf Pfaden zum Verstehen   das Gedicht   *   REISE   […]


eisriesen kollidieren

eisriesen kollidieren speien klirrende lava ins   weißgefrorene licht   kein laut dieser symphonie dringt in die Welt


Ankunft in K.

Ankunft in K. Bleiern die Luft, aber weniger kalt als ich anzutreffen gedacht hatte. Ich steige die Stufen hinab, ins Innere des Bahnhofs, es riecht nach Urin. Die kleine Bahnhofshalle wirkt verlassen, nicht gepflegt. Kommt hier überhaupt jemand außer mir an, frage ich mich. Es ist kurz vor sechs, außer mir ist niemand aus dem […]


plötzlich ist ein auto da

plötzlich ist ein auto da   autos mit defektem licht auf deutschlands straßen plötzlich ist ein auto da gar kein licht oder ein halbes mit nur einem licht auch eins mit geringerem licht rechts oder links vorne ist ein hingucker


OFFENBARES

OFFENBARES   Licht von Draußen läßt Farben gotischer Fenster leuchten, macht sichtbar.   Und die Ikone? Hält den Blick nicht gefangen, zeigt sie, verweist sie.   Sie kommt in Betracht an den Membranen der Sicht Jenseits im Diesseits.   Im Blick: Übergang. In der Erscheinung Vorschein kehrt sich die Zukehr.