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AN ROBERT

  Auszüge aus: Thomas Berger, Am Wegesrand. Einkehr im Garten der Worte Edition Märkische LebensArt, Storkow (Mark), 2017 Seiten 80 (über Robert Walser) und 56 (über Vincent van Gogh)   AN ROBERT Dein Leben riss weil dich der Lorbeer floh entzwei   Jahrzehntelang verbargst du hinter Wortkunst deine Angst   Dann zogst du hohe Schweigemauern […]


VERSTÄNDNIS, NICHT NUR VERSTAND

VERSTÄNDNIS, NICHT NUR VERSTAND   Wo ist die Brücke, der Steg, der Einlass, das Tor? Wer kennt die Losung, das Wort, das Zutritt verschafft und eint, was getrennt ist?   Zugang zu finden, nur dem Verstehen gelingt`s, sich an die Stelle des Andern, ohne Verzicht auf das Eigne, zu setzen.   Zeig’ ich Verständnis, mitnichten […]


An mir?

An mir? alles kam von schlecht zu schlimmer ändern konnt nichts euros schimmer tod fand und folgte uns das kehlchenlied noch aus deinem mund wenigstens jemand muss die hände darlegen zeit ist ein feind du bist schon nicht mehr zugegen ich glaub jetzt ist es an mir hätt es nie gemacht hätt ich darüber nachgedacht […]


Was unbezahlbar ist…

Was unbezahlbar ist… Essay, Fortsetzung I: Rückblick:Im ersten Teil meines Essays streiften meine Betrachtungen zum Thema „was unbezahlbar ist“ nur skizzenhaft „eine kurze Geschichte des ‚Geldes‘“ sowie anschließend überblicksartig die „Entwicklungvon Waren und Handel; frühe Märkte und Fernhandels-Routen„. Denn bereits in der Antike wurden aus Tauschwaren Handels- und Luxus-Waren; aus Tauschwirtschaft wurde im Laufe der […]


TUNNEL DES LEBENS

Auszug aus: Thomas Berger, TUNNEL DES LEBENS. Das säkulare Gewand eines theologischen Denkmodells, 2018 Der 1990 in Neuchâtel verstorbene schweizerische Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt (geboren 1921) hinterließ ein breit gefächertes Werk: Theaterstücke, Hörspiele, Romane, Erzählungen und Essays. Vor allem einer seiner Texte ist mir in lebhafter Erinnerung geblieben: die Erzählung  Der Tunnel. Sie erschien erstmals 1952, in […]


WIE KINDER SIND

WIE KINDER SIND   Wie Kinder sind? Ihnen genügt ein Ball. Doch sie tragen den Erdball in Händen.   Ach, würden sie niemals wie wir! Ihr Blick auf den andern gerichtet, der mitspielt … Behenden Laufs, hurtig, bereit, den Ball auch dem andern zu gönnen, dem Partner.   Wie Kinder sind! Würden doch wir wie […]


linsenschleifen

  linsenschleifen   konvex konkav komplex und scharf linsen schleifen linien reifen stärke tragen in dem wagen kompass gleißt stirne weist


Zeugnistag 

Zeugnistag   sie liebt mich einen tag und am nächsten nicht mehr warum glaubst du wurde ich aktenvernichter – ich werde einen fehler machen du lachen jagen nach tausend sachen glücklich als wärs nach dem überleben des schuss die patrone noch in der brust es war nie wirklich so hart asphalt geküsst als wärs venus […]


… UND IMMERFORT BILDER

… UND IMMERFORT BILDER   Bilder, all überall, sie „fallen ins Auge“, in Museen zumal, doch allerorts allzeit Bilder, Briefmarken, klein, Plakatwände, riesig, Bilder, so oder so, sei’s mit oder ohne Rahmen, auch hinter Glas, in Öl, sei’s als Foto.   Bilder jeder Couleur, an Bauten, in Kirchen, hier und dort Mosaik, verschieden, nach Technik, […]


GIVENS

GIVENS   You ransack your head and heart for an idea, a thought worthy of the arrogance of being written down, a tune that lays claim, somehow, to the lyrical. Yet some days there is only the light patina of snow outside, the scent of coffee rising from your cup, the after‑tingle of someone you […]


Was unbezahlbar ist…

Was unbezahlbar ist… 08.01.2019 bis 01.02.2019   Das Kostbare, das Köstliche, das eigentlich Wert-volle, ist all jenes Unbezahlbare, das wir mit Geld nicht kaufen, mit Betrug nicht erwerben, mit Gewalt uns nicht aneignen können.     Der Hintergrund: Im Adventskalender „Der Andere Advent 2018/19“ findet sich am 18.12. unter der Überschrift „Unbezahlbar“ der Hinweis auf […]


BATTLES

BATTLES   „The willingness to do battle out of faith,“ Amoz Oz quotes a resident of the Israeli settlement of Ofra is his book The Land of Israel.  So that war, if it is justified at all, is justified on religious grounds, on the faith in a better politic, a more just social order, a […]


GEDICHTE SIND IMMER IM OF

GEDICHTE SIND IMMER IM OF   Gedichte sind nichts für die Rampe, Applaus für im Scheinwerferkegel Beleuchtetes ist ihnen fremd.   Verbannt selbst von Feuilleton-Seiten, es sei, ihnen fiele zum event was ein, findet niemand sie dort.   Gefragt, ob dies für oder gegen sie spricht, lässt sich ohne Gedichte nicht sagen, erfährt, wer sie […]