dass er dran dachte –
dass er dran dachte – oh ja immer wieder war’s doch wenn sie ihm schreibt sich artig bedankt will er gleichfalls nett und freundlich sein
dass er dran dachte – oh ja immer wieder war’s doch wenn sie ihm schreibt sich artig bedankt will er gleichfalls nett und freundlich sein
herder lesen, 1 was verlor ich nicht in gewissen jahren die leichtsinn und phlegma verstiegen rangsucht an toten punkt geheftet in den engen kreis wie klein eingeschränkt wird endlich der ganze geist tritt einmal heraus wo das feste land die ich fürchtete liebte seele wie wird’s dir
Der gott des ernstes Der gott des ernstes Der abgelegten träume Nüchternen handelns Wie weit wirst du gehn Dass ich die leere spüre Nach der bitterkeit Innre aufschwünge Ganz zurückverloren dass Kleinster strahl noch blitzt Dass lebensreste Die alte würde wahren Vor der dunkelheit
außerhalb der zeit außerhalb der zeit finde ich unsren teetisch in jugendschöne stehst du vor mir lang behaart und ohne brille drückst du mir die hand dem leicht gebeugten bebrillten spärlichen haars wo ist der junge der nach den schluchten- rosen kühn gehascht und wo sohnesstatt erfüllt
glänzende stille wenn du nichts mehr wärst nirgendwo und ausgelöscht oder auch noch bist realer albtraum dieser ganze rest an zeit keine hand kein wort damals gestiftet zu meinen feiertagen glänzende stille
dir zur mitte hin dir zur mitte hin alles liegt nun an mir selbst ich will bei uns sein jahre pfeilgeschwind wo der mühsale viele neu mit dir im bund dein gespräch suchen himmelschreiender traum triff glücklich ohne fahr und wie wird das sein nicht die zeiger mehr […]
der leiseste ton dass er forthallt in die zeit zu dem schönsten klang als du mir die teetasse – bostoner tea party – gabst
erbitt‘ ich deinen trost jahrzehnte belehrten mich dein blick in die offene flanke des seins – deines seins wie nun auch meines doch sei getrost freund ruf ich dir heute zu hatt’st du mich doch auf die spur gesetzt wie nun auch ich unsre freundschaft gelobt erbitt‘ ich deinen trost vor der […]
Franz Josef Schäfer: Einmal Theresienstadt und zurück. Familie Lansch wehrt sich gegen die Nazis. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag GmbH 2019, 158 Seiten, 23 Abb. ISBN 978-3-86110-746-0, 12,90 € Johannes Chwalek Franz Josef Schäfer beschreibt ein außerordentliches Detail der Holocaust-Geschichte: Dem Wehrmachtssoldaten Hans Lansch (1906-1990), nach der Diktion der Nationalsozialisten ein „Mischling ersten Grades“, […]
lebt’ ich wie götter dir zu sagen wärs nie mehr habe ich seitdem solch unbeschwerte stunden des erzäh- lens erlebt ich bin kein le- ser mehr zu unsrer zeit saß ich hingegos- sen mit einem buch – vorbei gespenster krallen sich an die bücher immer frechre gebärden lebt’ ich wie götter
grubst du erinnrung abends im schlafsaal stefan georges gedicht totgesagten parks uns vortragend mit emphase das tiefe gelb das weiche grau die letzten astern nicht vergessend geheimnisvoll neu vielversprechend grubst du erinnrung herrentum und heiterkeit fürs nüchterne jetzt
spätes verstehen wir sprachen einmal über das buch – jahrzehnte gingen drüber hin das werk sei dir fremd meintest du – auch ich fand nicht den rechten zugang heut ist es anders was uns betraf bewegte ist der gegenstand dein wesen öffnet die türen – du beriefst mich wurdest heiterer […]
wahrheit entgegen ins zimmer treten zu unsrer alten freundschaft nichts davon vorbei dabei wär es zeit jahrzehntelange trennung hienieden drüben meine schriften dir zu zeigen ging mein atem dass noch eine spur denn schien es dir nicht dass ich ein verlorner war wahrheit entgegen
winke und zeichen inauguration eingeladen vom meister dessen lebensweg er schreiben würde – lang schon ist er ohne ihn der sein freund wurde damals war er jung der ehre der einladung noch kaum gewachsen der meister ahnte vollendeter jüngerschaft winke und zeichen
abgehetzter mann abgehetzter mann noch eine zweite tasche in verschwitzter hand ärger bei der bahn störung im betriebsablauf kundenroutine eine tüte chips mittagessen-illusion am kalten bahnsteig pflichten haben und überhäuft sein mit ihnen – weise ist das nicht
Juana in Mexiko Die Berichte über deinen Aufenthalt in Mexiko haben deine Arbeitskollegen in Deutschland teilweise gefesselt, sagte ich zu Juana und verwies auf eine Frau, die ihre, Juanas Zeilen, sogar an ihren Arbeitsplatz mitgenommen hat, um während mechanischer Verrichtungen immer wieder den Blick darauf werfen zu können, teilweise aber auch befremdet wegen ihrer […]
Die Stiftskirche Das Buch des Papstes, das im Schaufenster einer Buchhandlung in der Nähe der Stiftskirche auslag, zeugt von der wissenschaftlichen Bildung seines Autors, sagte ich zu Juana. Erst skizziere der Papst den Forschungsstand über Jesus von Nazareth, gehe dann auf eine bestimmte Forschungsmeinung näher ein, kritisiere sie und stelle eine eigene These dagegen, […]
blüht nach jahrzehnten beiläufig gesprochnes wort bittersüßer duft reißen möge es mich ein- mal noch über die grenze