Beiträge von Thomas Berger


LOBPREIS

LOBPREIS Langsam erwachst du schon lächelt dein sonniges Aug still und staunend grüße ich dich willkommener Tag Schenkst Licht mir und Vogelsang erheiterst die Sinne wenn lastend die Träume der Nacht Bald regt sich schwungvoll das Land beflügelt von leuchtender Fülle zu huldigen dir mit jedwedem Werk


IM JETZT

IM JETZT   Zeit ist nur ein Augenblick   Was gestern war kehrt niemals wieder und morgen liegt in fernem Nebelland   Zeit ist nur ein Augenblick       GEWAHR   Vertreib dir nicht die Zeit   vertreib nicht die Zeit   denn vertreibst du die Zeit   vertreibt sie dich rasch  


GLANZ DES SCHEITERNS

GLANZ DES SCHEITERNS Andreas Egerts Essay Warum Cioran heute? Wäre E. M. Cioran, der aus Rumänien stammende, die meiste Zeit seines Lebens in Frankreich ansässige Philosoph, in der Gegenwart populär, wäre in den Köpfen vieler Menschen und folglich im Weltgeschehen manches anders als in der sich der „Unterhaltungsphilosophie“ und dem „Ökonomismus“ ausliefernden Gegenwart. Umso wichtiger […]


ANSCHAUEN

ANSCHAUEN Wohin wir wandern es warten Grenze und Saum Woran wir denken überall Schranke und Raum Wie es uns dünkt ob eine Spanne kurz oder weit Was wirklich ist hat Dauer und Zeit


EIN PLAN

  aus: Thomas Berger, Andernorts. Erzählungen Edition Märkische LebensArt Storkow (Mark) 2017, Seiten 30/31   EIN PLAN   Wie weit, grübelte Konrad Unteregge nicht zum ersten Mal, würde die Phantasie ihn tragen, wie lange würde der Geist immer neue Figuren und Lebenswelten erschaffen? Die Zeit, die noch vor ihm lag, war schier unermesslich, jede Stunde […]


AUFLEUCHTEN

AUFLEUCHTEN Wanderer sind wir von Kindheit an gehen auf festem Gestein Darum lassen uns Frohsinn und Mut selten im Stich Zuweilen jedoch bricht schmerzhaft Erkenntnis ein Der Boden der uns trägt ist tückisch wie frisches Eis unter Sonnenglanz


GESPENSTISCH

GESPENSTISCH Unabsehbar die Dauer bleierner Stille verhängt durch tückischen Feind Leer sind die Straßen Firmen und Läden versiegelt Einzig Nahrung zu kaufen gefahrvoll gestatten die Mächtigen Zerbrochen die Flügel geselligen Lebens die lang sich bewährt Allein mit uns selbst kauern wir zagend am Boden Wie Mönche und Nonnen fern voneinander in Zellen Doch uns tröstet […]


STRAHLENKRANZ

STRAHLENKRANZ Kein Ring aus Myrten zur Zierde der Braut Kein Kranz aus Lorbeer dem Sieger zur Ehr Doch auf dem Körper ein winziger Hof Der gab den Namen dem Unbekannten Ein Weltentyrann der machtvoll wütet Stürzt sich in Rachen gierig nach Opfern Treibt auseinander führt auch zusammen Der Mensch dem Menschen Gefahr und Rettung


NACHTWÄRTS

NACHTWÄRTS Am Abend erklingt leis mein Loblied der Nacht Ich binde meinen Kahn an des Tagwerks Pfahl Im Zelt unter Sternen verklingt der Gesang Furchtlos berge ich mich ob Traum oder Tod


„Lachen ist Lust …“ Wortspiel und Melancholie bei Robert Gernhardt

„Lachen ist Lust …“ Wortspiel und Melancholie bei Robert Gernhardt Vortrag von Thomas Berger am 26. März 2020, 19:00 Uhr, Stadtbibliothek, 65779 Kelkheim, Am Marktplatz 1 Wer war Robert Gernhardt? Er wurde am 13. Dezember 1937 als Sohn eines Richters in Reval geboren, der Stadt in  Estland, die seit 1918 Tallinn heißt. 1939 erfolgte die […]


EINFALT

EINFALT Wir sprechen ohne zu denken von ihr Wir vertreiben sie uns schlagen sie tot mit allerlei Tand Wir klagen jedoch ins Ego verliebt dass sie verweht Wir die Söhne und Töchter der Allmutter Zeit


GEGEBEN

GEGEBEN Der Schwung den uns der Lenz nach langem Warten spendet ein Lehen nur Die Wonne weicher Sommertage die spät erst münden in die Nacht ein Lehen nur Die Labsal edlen Weines reifer Früchte wenn Herbst im Land ein Lehen nur Das Staunen über glitzernde Kristalle die den Bergbach zierend säumen ein Lehen nur Die […]


REISEGLÜCK

    Thomas Berger, REISEGLÜCK in: Das Gedicht. Eine Auswahl neuer deutscher Lyrik hrsg. v. Theo Czernik, Czernik-Verlag / Edition L, Speyer 2012, Seite 33   REISEGLÜCK   Wenn ein Leben beginnt erstrahlt das Morgenrot Hoffnung   Wenn ein Leben sich neigt leuchtet das Abendrot Wissen  


VORKLANG

  Thomas Berger, VORKLANG aus: Lyrik heute. Eine Auswahl neuerer deutscher Lyrik, 15. Ausgabe hrsg. v. Theo Czernik, Czernik-Verlag / Edition L, Speyer 2010, Seite 31 VORKLANG Tor zum Hades verschlossen auf ewig den Lebenden Doch sie ahnen manchmal die Melodie der Scharniere Wenn Wind im Abenddämmer durch Föhren streicht


WILHELM BUSCH – bekannt und unbekannt

  Thomas Berger WILHELM BUSCH – bekannt und unbekannt edition federleicht, Frankfurt am Main 2020 ISBN 978-3-946112-57-0, Preis: 8,00 Euro − AUSZUG – Wir denken bei dem Namen Wilhelm Busch an die volkstümlichen Bildergeschichten Max und Moritz (1865), Hans Huckebein (1867) oder Die fromme Helene (1872). Auch die durch ihn weit verbreiteten Redewendungen kommen uns […]


AUFBLICKEN

AUFBLICKEN   Im Dunkel nur leuchten Sterne ins Herz   Nahe dem Leid wohnt wartend der Trost (Thomas Berger)  


MENSCHEN UND EIGENHEITEN − ein vergnügliches Panorama

  Thomas Berger MENSCHEN UND EIGENHEITEN − ein vergnügliches Panorama Auszug aus: Federsprung. Eine humorige Mischung, edition federleicht, 2019 hrsg. v. K. Sellheim   Ein pedantischer Mensch zählt jedes Mal, wenn es ein neues Telefonbuch gibt, die Seiten nach – es könnte eine fehlen.   *   Ein geiziger Mensch weint nie; er will keine […]


WEITSICHT

  Thomas Berger, in: POESIA DELLA LIRA, Bd. 3, Weihnachten, 2016, Seite 9       WEITSICHT Weihnachten heißt an Neubeginn glauben und nicht vergessen dass manche an Altes sich ketten gerade an Weihnachten   Weihnachten heißt Freude empfinden und nicht vergessen dass manche Trübnis leiden gerade an Weihnachten   Weihnachten heißt sich anderen schenken […]