Beiträge von Thomas Berger


HÖRST DU VON FERN DIE KRÄHEN LAUTHALS SCHREIN?

Thomas Berger HÖRST DU VON FERN DIE KRÄHEN LAUTHALS SCHREIN? Über Rüdiger Jungs Dialog „Wenn der Wind ruft“ Im Mai des Jahres 1890 schuf der niederländische Maler Vincent van Gogh (1853−1890) die einzige Radierung in seinem Gesamtwerk: Bildnis Doktor Gachet mit Pfeife, 18 x 15 cm. Kurz danach, im Juni, wenige Wochen, bevor sich van […]


DIE FLIEGE

  DIE FLIEGE veröffentlicht in: Kuriose Begegnungen. Tierisches & Menschliches, edition federleicht, Frankfurt am Main, 2016, Seite 14, ISBN 978-3-946112-05-1   DIE FLIEGE   Wo ich auch bin mich stören Fliegen im Stehn sowohl als auch im Liegen Genau gesagt in jeder Lage im Bette nachts und stets bei Tage   Heut Morgen in der […]


GABENFÜLLE,

    GABENFÜLLE, veröffentlicht in: Thomas Berger, Am Wegesrand. Einkehr im Garten der Worte, Storkow (Mark) 2017, Seite 42     GABENFÜLLE   Töne und Farben   Formen und Düfte   Tage und Nächte   Alles auf Erden für uns  


DAS BÖSE IM ROMAN

  DAS BÖSE IM ROMAN (Rezension von Thomas Berger) Der Schmierfink von Dana Polz Verwerflich ist das Böse, jener Gegensatz zum Guten, tadelnswert folglich der böse Mensch als Antipode des guten Menschen – so will es die Moral. Ist es auch die Intention von Literatur, das Böse und den Bösen als verabscheuungswürdig darzustellen? Vor allem: […]


ZEIT DES SCHRECKENS

  ZEIT DES SCHRECKENS Über das Buch Gespräche am Teetisch von Johannes Chwalek Warum schreibt ein versierter Autor über autobiographisch gefärbte Erlebnisse im Familienkreis? Und weshalb brauchen wir ein solches Buch? Gespräche am Teetisch – so lautet der harmlos anmutende Titel des Romans, der im Jahre 2019 in dem unabhängigen Verlag edition federleicht in Frankfurt […]


LIMERICKS

  Thomas Berger  LIMERICKS in: Schreibtisch. Literarisches Journal, Ausgabe 2017 edition federleicht, Frankfurt am Main, Seite 73   Es gab eine Möwe im Norden am Meer, begehrte allein zu segeln gar sehr. Der Schwarm indes, der pocht‘ auf die Sitte, nahm die Rebellin fest in die Mitte. So blieb auch diesmal der Freiheitsraum leer.   […]


LOBPREIS

LOBPREIS Langsam erwachst du schon lächelt dein sonniges Aug still und staunend grüße ich dich willkommener Tag Schenkst Licht mir und Vogelsang erheiterst die Sinne wenn lastend die Träume der Nacht Bald regt sich schwungvoll das Land beflügelt von leuchtender Fülle zu huldigen dir mit jedwedem Werk


IM JETZT

IM JETZT   Zeit ist nur ein Augenblick   Was gestern war kehrt niemals wieder und morgen liegt in fernem Nebelland   Zeit ist nur ein Augenblick       GEWAHR   Vertreib dir nicht die Zeit   vertreib nicht die Zeit   denn vertreibst du die Zeit   vertreibt sie dich rasch  


GLANZ DES SCHEITERNS

GLANZ DES SCHEITERNS Andreas Egerts Essay Warum Cioran heute? Wäre E. M. Cioran, der aus Rumänien stammende, die meiste Zeit seines Lebens in Frankreich ansässige Philosoph, in der Gegenwart populär, wäre in den Köpfen vieler Menschen und folglich im Weltgeschehen manches anders als in der sich der „Unterhaltungsphilosophie“ und dem „Ökonomismus“ ausliefernden Gegenwart. Umso wichtiger […]


ANSCHAUEN

ANSCHAUEN Wohin wir wandern es warten Grenze und Saum Woran wir denken überall Schranke und Raum Wie es uns dünkt ob eine Spanne kurz oder weit Was wirklich ist hat Dauer und Zeit


EIN PLAN

  aus: Thomas Berger, Andernorts. Erzählungen Edition Märkische LebensArt Storkow (Mark) 2017, Seiten 30/31   EIN PLAN   Wie weit, grübelte Konrad Unteregge nicht zum ersten Mal, würde die Phantasie ihn tragen, wie lange würde der Geist immer neue Figuren und Lebenswelten erschaffen? Die Zeit, die noch vor ihm lag, war schier unermesslich, jede Stunde […]


AUFLEUCHTEN

AUFLEUCHTEN Wanderer sind wir von Kindheit an gehen auf festem Gestein Darum lassen uns Frohsinn und Mut selten im Stich Zuweilen jedoch bricht schmerzhaft Erkenntnis ein Der Boden der uns trägt ist tückisch wie frisches Eis unter Sonnenglanz


GESPENSTISCH

GESPENSTISCH Unabsehbar die Dauer bleierner Stille verhängt durch tückischen Feind Leer sind die Straßen Firmen und Läden versiegelt Einzig Nahrung zu kaufen gefahrvoll gestatten die Mächtigen Zerbrochen die Flügel geselligen Lebens die lang sich bewährt Allein mit uns selbst kauern wir zagend am Boden Wie Mönche und Nonnen fern voneinander in Zellen Doch uns tröstet […]


STRAHLENKRANZ

STRAHLENKRANZ Kein Ring aus Myrten zur Zierde der Braut Kein Kranz aus Lorbeer dem Sieger zur Ehr Doch auf dem Körper ein winziger Hof Der gab den Namen dem Unbekannten Ein Weltentyrann der machtvoll wütet Stürzt sich in Rachen gierig nach Opfern Treibt auseinander führt auch zusammen Der Mensch dem Menschen Gefahr und Rettung


NACHTWÄRTS

NACHTWÄRTS Am Abend erklingt leis mein Loblied der Nacht Ich binde meinen Kahn an des Tagwerks Pfahl Im Zelt unter Sternen verklingt der Gesang Furchtlos berge ich mich ob Traum oder Tod


„Lachen ist Lust …“ Wortspiel und Melancholie bei Robert Gernhardt

„Lachen ist Lust …“ Wortspiel und Melancholie bei Robert Gernhardt Vortrag von Thomas Berger am 26. März 2020, 19:00 Uhr, Stadtbibliothek, 65779 Kelkheim, Am Marktplatz 1 Wer war Robert Gernhardt? Er wurde am 13. Dezember 1937 als Sohn eines Richters in Reval geboren, der Stadt in  Estland, die seit 1918 Tallinn heißt. 1939 erfolgte die […]


EINFALT

EINFALT Wir sprechen ohne zu denken von ihr Wir vertreiben sie uns schlagen sie tot mit allerlei Tand Wir klagen jedoch ins Ego verliebt dass sie verweht Wir die Söhne und Töchter der Allmutter Zeit


GEGEBEN

GEGEBEN Der Schwung den uns der Lenz nach langem Warten spendet ein Lehen nur Die Wonne weicher Sommertage die spät erst münden in die Nacht ein Lehen nur Die Labsal edlen Weines reifer Früchte wenn Herbst im Land ein Lehen nur Das Staunen über glitzernde Kristalle die den Bergbach zierend säumen ein Lehen nur Die […]