Zeit


wie in alter zeit

wie in alter zeit   andere wege werden gegangen und du bist nur zuschauer   das zuschauen ist bedingt hilfreich doch wenn du starrst ändere dich   ändre dich zu dir einfallsreich wege sinnend wie in alter zeit   im feuer stehend ein jahrhundert noch entfernt von jedem zweifel


„Denkmal“

„Denkmal“   Du kannst dich traurig denken. Du kannst dich glücklich denken.   Du kannst denken zu guter Letzt, bis du vom Denken bist besetzt.   Du kannst durch denken pure Zeit verschenken.   Du kannst denken, du kannst dir schenken.   So oder so. Dein Denken.


Tick tack

Tick tack   Tick tack tick tack macht die Uhr einfach nur Tick tack tick tack macht das Herz im Takt Tick tack tick tack hört die Uhr mal auf zu ticken Tick tack tick tack sie mit Batterie bestücken Tick tack tick tack macht das Herz einmal schlapp Tick tack tick tack wird das […]


… UND IMMERFORT BILDER

… UND IMMERFORT BILDER   Bilder, all überall, sie „fallen ins Auge“, in Museen zumal, doch allerorts allzeit Bilder, Briefmarken, klein, Plakatwände, riesig, Bilder, so oder so, sei’s mit oder ohne Rahmen, auch hinter Glas, in Öl, sei’s als Foto.   Bilder jeder Couleur, an Bauten, in Kirchen, hier und dort Mosaik, verschieden, nach Technik, […]


Ich, Gelbe Zähne, Ich

Ich, Gelbe Zähne, Ich du bist heinrich der haifisch unheimlich aber dann wenn dich blei trifft dann wein ich wenn dich die harpune trifft vor schmerz ausrufe ich – sie stoppen den rechtsruck per macbook hol dir noch schnell eins vor geschäftsschluss der tausendste der in den dreck spuckt – schande über eure gier schande […]


Aufs Ganze Gesehen

AUFS GANZE GESEHEN   Es drehn sich im Kreis die Zeiger der Uhr, bewegt und geführt von Feder und Achse.   Wohl dem, dem’s so geht, der rund um die Uhr, gezielt und gespannt, auf Draht und auf Trapp ist!   Doch bleibt unterwegs ein jeder für sich. Nur scheinbar, für kurz, gelingt die Begegnung. […]


VOR ORT UND IN DER ZEIT

VOR ORT UND IN DER ZEIT   Es fängt kein Netz die Zeit, stets schlüpft sie durch die Maschen. Es grenzt kein Ort den Raum, er passt in keine Taschen.     Zwar bringt ein Metronom der Zeit Facon und Takt bei. Sie bleibt trotzdem sie selbst, hält sich und uns den Weg frei.   […]


erinnrung erblüh!

erinnrung erblüh!   erinnre dich des heldenlieds der alten zeit als der magier   noch mit dir umging im wechsel der dinge und der pflicht des tages   erinnrung erblüh! nenne die frucht holdselig saft der erkenntnis   nach dem kurzen glück als du noch lebtest im land schöner begrenzung


ORPHEUS, DEIN LIED TROTZT DER ZEIT!

ORPHEUS, DEIN LIED TROTZT DER ZEIT!   Ist, was vergangen, vorbei? Kehrt denn kein Echo zurück aus der Vergangenheit Sog? Orpheus, dein Lied trotzt der Zeit!   Rette die Liebe ins Wort, gib ihr die Bleibe im Lied, halt’ das Vergangene fest in der geformten Gestalt!   Denn, was uns ankommt, vergeht, glänzendes Leuchten verblasst, […]


A

A bist nicht mehr verliebt seit gestern 15 uhr das ist häufig doch nur (mein das verliebtsein) was man da vorschiebt findet man den anderen körper schön und wirke das auch obszön – wahr bist nicht mehr verliebt ja seit gestern nicht mehr nicht weil nicht mehr schön sondern weil du langsam durchschaust dass du […]


lächelnd erwägen

  lächelnd erwägen   was ich wollte, prä, in der sagenhaften zeit? spuren zu setzen.   ein wenig konnt’ ich, spät zwar, veröffentlichen; war mein frühster traum!   das typoskript mit deinen packenden worten über augustin –   immer ein beispiel sprachlich schöner gedanken – ist nun gut verwahrt.   ich gab die seiten dem […]


erinnerung

erinnerung   einmal war es da in himmlischer bläue und flaumenleichter zeit   welch ein einbruch war! der aufstieg nur lebenslang in erinnerung   als gute stelle für die zupackende hand, als mauervorsprung   trittsuchendem fuß; umschwebt noch zu atmen in dem rosigten licht  


im bannkreis

im bannkreis   wie wir redeten wär’s gewesen zu sagen ungreifbar danke   standen in der zeit doch signale zuletzt, freund unfähig war ich   besonders geschickt spät um der würde bange um der fahlen kraft   mich zu verbeugen was war, war ein glück, dass ich den bannkreis hüte


Vergeht die Zeit, geht sie vorbei

Vergeht die Zeit, geht sie vorbei   Es stirbt die Zeit, stirbt vor sich hin. Und immerzu, Tag aus Tag ein, vergeht, was kommt, verkommt, was geht.   So spielt sich ab merkwürdig Ding: Zeit geht und bleibt, vergeht und währt, entschwindet, kommt, läuft ab, verläuft.   Da bleibt, was stirbt, steht, was vergeht, hält […]


Im Umkreis des Diesseits

Im Umkreis des Diesseits   Gilt’s zu beschwören, wohin wir gehören, wer nennt den Ort, winkt gar von dort?   Was wir erstreben, bekümmert erleben, schmerzt uns, entzückt, wenn es uns glückt.   Fernes erreichen, Bedrängnis entweichen, hier oder dort, wegwärts vor Ort.   *   Halten zum Narren uns Hoffen und Harren, Warten worauf, […]


Zeit bringt das Sein aus dem Blick

Zeit bringt das Sein aus dem Blick   Das Zeitliche drängt all unserm Sinnen sich auf, verleitet den Blick.   Die Zeit dominiert, sie bannt, belegt mit Beschlag, verbirgt uns das Sein.   Kein Nu bleibt vor Ort. Längst ist gewesen, was war, was ist, ist vorbei.   Die Zeit läuft davon, hinter sich her […]


Kurzgedichte

ZEIT HAT IHRE ZEIT Zumeist, was geschieht, Kommt zu früh oder zu spät. Nur der Blitzstrahl trifft. Grell aufleuchtend verglüht er, Kommt und geht zu seiner Zeit.   VORÜBERGANG DES AUGENBLICKS Es dürfte wohl, was Gewesen, Sehnsüchtigem Ins Sein verhelfen, Wenn, einstmals einst, dermaleinst, Herkunft die Zukunft berührt.   ZEITVERTREIB DER ZEITEN Ab und zu […]


ALLES IST WEG AUF DEM WEG

ALLES IST WEG AUF DEM WEG   Nirgends ist Aufenthalt lang, Heimat unerreichbar, alles ist Weg auf dem Weg. Es stillt keine Stelle Verlauf, und das Woher treibt im Wohin über den Zeitpunkt hinaus, der, tritt er ein, nicht mehr ist.   Mancher verhält sich, steht fest, heute, noch, doch morgen reißt ihn die Zeit […]