Beiträge von Johannes Chwalek


schreibArt-Rätsel

schreibArt-Rätsel Auflösung des vorherigen Rätsels: Friedrich II. (1712-1786)   Frage: In einem Brief an deinen ehemaligen Hauslehrer Martini schriebst du am 19. März 1799: „Glücklich zu sein ist ja der erste aller unserer Wünsche, der laut und lebendig aus jeder Ader und jedem Nerv unseres Wesens spricht.“ Dein Selbstmord mit gerade einmal 34 Jahren spricht […]


schreibArt-Rätsel für Jugendliche

schreibArt-Rätsel für Jugendliche Lösung des vorherigen Rätsels: Ferdinand Magellan (1480-1521)   Frage: In einer Denkschrift über das Haus Brandenburg beschriebst du den Umschwung, der am Berliner Hof nach dem Regierungsantritt deines Vaters, Friedrich Wilhelms I., eintrat. Antwort: Ja, mein Vater unternahm sofort eine radikale Sparpolitik. Beispielsweise behielt er von den hundert Kammerherren seines Vaters, Friedrichs […]


schreibArt-Rätsel für Jugendliche

schreibArt-Rätsel für Jugendliche Lösung des vorherigen Rätsels: Christoph Kolumbus (1451-1506)   Frage: Du warst 19 Jahre alt und am portugiesischen Hof beschäftigt, als dein Landsmann Vasco da Gama im Triumpf aus dem Orient zurückkehrte. Er hatte den Seeweg nach Indien entdeckt, woraus sich ein Handel entwickelte, der das arme Portugal zu einer der reichsten Nationen […]


schreibArt-Rätsel für Jugendliche

schreibArt-Rätsel für Jugendliche Lösung des vorherigen Rätsels: Georg Forster (1754-1794)   Frage: Wir befinden uns in Valladolid im Jahre 1505. Ende des vergangenen Jahres bist du krank von deiner vierten Reise nach Spanien zurückgekehrt. Wie geht es dir jetzt? Antwort: Nicht viel besser. Die Strapazen der letzten Reise hängen mir noch an. Aber ich freue […]


schreibArt-Rätsel für Jugendliche: Wer war’s?

schreibArt-Rätsel für Jugendliche: Wer war’s? Lösung des vorherigen Rätsels: Charles Darwin (1809-1882)   Frage: In den Geschichtsbüchern wirst du erwähnt wegen deines Engagements für die Mainzer Republik in den Jahren 1792/93. Die Beseitigung dieses ersten deutschen Demokratieversuches im Juli durch preußische Truppen hast du nicht lange überlebt. Vielleicht können wir in diesem Interview deine Lebensstationen […]


SchreibArt-Rätsel für Jugendliche: Wer war’s?

SchreibArt-Rätsel für Jugendliche: Wer war’s?   Frage: Als Biologe warst du ein Naturtalent und hast nicht nur dein eigenes Fachgebiet, sondern auch die Geisteswissenschaften revolutioniert. Aber lass uns noch kurz bei deiner Biografie verweilen. Ist es richtig, dass du als Schüler lieber Frösche oder Insekten sammeltest, anstatt deine Hausaufgaben zu machen? Antwort: Ja, vollkommen richtig, […]


„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-2012), letzter Teil

„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-2012), letzter Teil   In dieser Zeit verfasste ihr Rechtsanwalt am 9.10.1944 ein Gesuch an die Oberstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main „um bedingte Strafaussetzung“. Seine Argumente um die desolate familiäre Situation mit dem kranken Vater und drei kleinen Kindern stützte er wieder mit einem ärztlichen Attest über den […]


„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1912-2012), fünfter Teil

„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1912-2012), fünfter Teil   Das Gesuch Philipp W.s wurde am 18.10.1943 von der Oberstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main zunächst kurz und knapp abschlägig beschieden, wie eine handschriftliche Notiz ausweist: „Ich sehe mich nach Prüfung des Sachverhaltes nicht in der Lage(,) weiteren(!) Strafunterbrechung zu gewähren(.) Zwecks Vermeidung von Zwangsmaßnahmen […]


„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-1912), vierter Teil

„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-1912), vierter Teil   Auguste L. fehlte als Arbeitskraft im Betrieb des kranken Vaters auch über den 1.10.1943 hinaus. Der Vater richtete deshalb am 10.10.1943 ein Gesuch „an die Oberstaatsanwaltschaft bei dem Sondergericht Frankfurt am Main“, nachdem er mit einem ersten Gesuch „um Erlass der Reststrafe im […]


„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-2012), Dritter Teil

„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-2012), Dritter Teil Haftzeit, Ringen um Strafunterbrechungen   Nach der Urteilsverkündung am 21.9.1942 musste Auguste L. noch bis zum 23.9.1942 im Polizeigefängnis Frankfurt/M. verbringen. Vom 23.9.1942 bis zum 3.10.1942 war sie im Frauengefängnis Frankfurt-Höchst inhaftiert. Vom 3.10.1942 bis zum 5.10.1942 befand sie sich „auf Transport“ zum Frauenzuchthaus […]


„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-2012), Zweiter Teil

„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-2012), Zweiter Teil   Gerichtsverhandlung   „Das Sondergericht für den Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt a. Main“ erklärte „in der Sitzung vom 21. September 1942 […] für Recht“, dass „die Angeklagte […] wegen verbotenen Umgangs mit einem Kriegsgefangenen in einem schweren Fall zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren“ […]


„Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-2012)

Johannes Chwalek „Die Natur war aber stärker“ – Auguste L. (1916-2012)   „Ich wende mich […] mit der innigsten Bitte an den Herrn Oberstaatsanwalt, doch die menschliche Seite des vorliegenden Falles ins Auge zu fassen und mir und den Kindern zu helfen. Ich werde ewig dankbar sein, wenn mir aus meiner grossen Not eine Unterstützung […]


Trunkenbold

Trunkenbold   Das Bier setzt alles weit weg. Dahin, wo es mich nicht mehr angreift… – angreift ist das richtige Wort! Was wollte ich sagen? Verdammt nochmal, ich wollte etwas sagen! Das Bier federt mich ab, das wollte ich sagen! Mir wird so komisch. Das ist nicht das Bier. Ich vertrage Bier. Viel davon. Bier […]


Besondere Vorkommnisse

Schreib-Befehl, II   V., 4. Oktober 1961   Der Vorfall, den ich genau schildern soll, spielte sich so ab: Gestern fuhr ich mit dem Kameraden Steve W. in einem MG-Sportwagen auf der Landstraße von H. nach V., als uns ein Mädchen auffiel, die ein kleines Kind, ein Mädchen, an der Hand führte. Steve W. wollte […]


Besondere Vorkommnisse

Schreib-Befehl, I   V., 4. Oktober 1961   Was der Hauptmann von mir verlangt … Ich soll genau aufschreiben, was passiert ist, haarklein. Aber ich will das nicht. Wenn ich hier etwas zu Papier bringe, dann nur deshalb, weil ich diesen Befehl habe und weil ich durchs Guckloch beobachtet werde. Die Sichtblende ist so eng […]


Besondere Vorkommnisse

Geschoss in der Haustür, Fortsetzung   Wie beneidete ich nun einen meiner Arbeitskollegen! Er besaß einen Dobermann, ein aufmerksames, respekteinflößendes Tier, dem kein Schritt und keine Bewegung entgingen. Wie gerne hätte ich „Bauschan“ heute hier gehabt! Sollte ich nicht meinen Arbeitskollegen anrufen und ihn bitten, mit Bauschan zu mir zu kommen und die Nacht im […]


Besondere Vorkommnisse

Klaus G.s Aufzeichnungen   Eine Art Vorbemerkung   B., 07. April 1965   Nach dem Unfall hatte ich viel Zeit zum Überlegen. Wochen und Monate, in denen ich „nur schnell wieder gesund werden“ sollte, wie man mir sagte. Einige Verletzungen erwarben sich jedoch den Status des „bleibenden Schadens“. Immerhin kann ich wieder arbeiten, wenn auch […]


Besondere Vorkommnisse

Besondere Vorkommnisse   Einleitung des Herausgebers   In den sechziger Jahren saß der Polizeiwachtmeister Klaus G. spätabends mit einem Kollegen im Streifenwagen in B., als ein Pkw viel zu schnell in die Forsterstraße einbog und sich dabei die Vorfahrt erzwang. Sofort setzten die Polizisten ihm nach und forderten ihn über Lautsprecher zum Halten auf. Daraufhin […]