langsames verwehn
langsames verwehn die jungs dort kicken den ball der hund mir zur seit‘ die junge frau mit dem kind sieht mich wegen des hundes
langsames verwehn die jungs dort kicken den ball der hund mir zur seit‘ die junge frau mit dem kind sieht mich wegen des hundes
was der frühling heißt: dass blüten und blätter sich übers land hinstreun ich betrachte die szene – einmal war sie eins mit mir
die dichter sangen vom goldnen gestirn des tags stillem nachtgefährt‘ sie bargen sich in versen sie verzaubernder natur
der mond könnt‘ zeuge sein für meine menschen die ihn einstmals sahen doch schweigt er beharrlich in seinem weißlichen schimmer
ich ließ dich allein bis zum späten nachmittag da entschloss ich mich den weg zu dir zu suchen der in keiner karte steht
erst dachte ich freund mich nur zu erinnern der zeichen deiner huld nun feiere ich sie als gegenwärtiges geschenk
Abseits ist Rettung Über Thomas Bergers Roman „Der fremde Archivar“, erschienen 2022 im Verlag edition federleicht, Fuldatal. ISBN: 978-3-946112-80-8, 283 Seiten. Der Protagonist Achim in Thomas Bergers Roman „Der fremde Archivar“ ist ein ausgeprägter Individualist. Er verschmäht es wie weiland Arthur Schopenhauer zu heiraten, weil er nicht seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln […]
zorn und wut – meine anstrengenden begleiter schössen zum mörder mich ließ‘ ich die zügel los tragen kraft und glück mit sich
geschmack und gefühl wir haben geraucht und wir waren frei fünfzehn jahre war ich alt mein mentor schenkte mir eine tabakspfeife und das zubehör pfeife zu schmauchen wurde mir eigen geruch geschmack und gefühl heute älter und empfindlicher blitzet noch die erinnrung auf
resümee schluss mit den träumen ich rüste mich zum letzten noch ist etwas zeit mag die zielmarke erwartung nicht belegen die mich noch erfüllt nur zu tun bleibt mir zu bewerten ist nicht meins ich ergebe mich letzte tätigkeit wie von fern schau ich noch zu mag es nun so sein
ermutigung „deinen schritt hören dass du mir wieder läsest das gedicht vom park dem totgesagten lauter schönheit bergenden herbstlichen gesichts“ „las ich es damals nicht in deine düsternis heutigen tages? mag es dir trost sein mag es dich ermutigen schönheit eingedenk“
Johannes Chwalek: Der Tagesablauf im Bensheimer Konvikt Der Tagesablauf im Bischöflichen Konvikt Bensheim Als die Geschwister-Scholl-Volksschule im Schuljahr 1971/72 für Haupt- und Realschülerinnen und -schüler ihre Pforten öffnete, gehörte ich als Sechstklässler des Realschulzweiges zu einem der „Gründungsschüler“ der Schule; mein Klassenlehrer Hans Rücker, damals noch Referendar, war einer der „Gründungsväter“, […]
sagte mir dein blick dein gang auf dem flur bei der geöffneten tür dass das fest beginnt nicht zwar für lange nur für den kleinen moment bis die nacht sich senkt wenn es anders wär läge dort mein glück anstatt leid in neuem kleid? sagte mir dein blick dass ich zu […]
das bild von einst du sitzt noch immer schreibend da doch siehst mich an mit einem lächeln – erneuerst was mir im glauben erstarb
ohne klage du vermagst es nicht abwenden vom innersten freiheit auslöschung kennt doch das leben auch sonst nicht die milde die du träumst plötzlich entgrenzung erstrahlende menschen sind’s hienieden zu früh diese kurze spanne zeit nun lächeln sie dir wieder und immer der wunsch wie schwer dir die entsagung ohne klage sein […]