Beiträge von Johannes Chwalek


sagte mir dein blick

sagte mir dein blick   dein gang auf dem flur bei der geöffneten tür dass das fest beginnt   nicht zwar für lange nur für den kleinen moment bis die nacht sich senkt   wenn es anders wär läge dort mein glück anstatt leid in neuem kleid?   sagte mir dein blick dass ich zu […]


das bild von einst du

das bild von einst du sitzt noch immer schreibend da doch siehst mich an mit einem lächeln – erneuerst was mir im glauben erstarb


ohne klage

ohne klage   du vermagst es nicht abwenden vom innersten freiheit auslöschung kennt doch das leben auch sonst nicht die milde die du träumst   plötzlich entgrenzung erstrahlende menschen sind’s hienieden zu früh diese kurze spanne zeit nun lächeln sie dir wieder   und immer der wunsch wie schwer dir die entsagung ohne klage sein […]


in die wälder gehn

  in die wälder gehn das ist ihres sagt sie mir doch in den wipfeln vier von fünf bäume tragen das ihre mit trauerflor  


haikuförmig

haikuförmig   du wünschst – es geschieht vielleicht nur einen moment bis die nacht sich senkt   niemals gesichert fliegen ins zimmer fallen nach der jagd auf sie   mehr mit anderen als mit ihr verbringt er zeit bis zur müdigkeit   manchmal nur ein wort ein einziges wort für den innersten bezirk   sein […]


schweben – warum nicht

schweben – warum nicht   lähmung bietet schach nur auf der flucht ausweichen mit möglichkeiten   wenigstens einer dass die brust sich wieder hebt befreit zurücksinkt   was ist noch zu tun schau hier- und dorthin was bleibt um noch zu leben   diesen alten traum jenseits breiter bruchstellen schweben – warum nicht  


den motor laufen

den motor laufen lassen bis zum überdreh noch ist was zu tun und dann hoffe ich dass ihr alles neu und anders sein  


immer zum gipfel

immer zum gipfel den ich nicht erreichen kann mich zu bescheiden die kreise werden enger etwas kriege ich noch hin


alltagsunterwegs

alltagsunterwegs mit dir gehn vor jahrzehnten geh ich heut gehst du mit mir schlüsselbewehrt zu räumen die gänge entlang    


erschöpft vom schweigen

erschöpft vom schweigen unverrückbar, ehern, freund, funken schlagen mit steinen der erinnerung prometheus gegen hades  


stets fein gekleidet

stets fein gekleidet auf dem gang entfernt dein blick im takt des tages rinnt glückseliger moment im lehrbuch der jahrzehnte  


ins weite fragen

ins weite fragen doch wenn sich alles verliert dass es möglich ist hierorts wie ich es kannte wohnstatt in unserer zeit  


gefährte des winds

gefährte des winds   leicht beieinander wohnten meine gedanken tage wie blumen   in den speisesaal morgens mittags nachmittags und am abend noch   die treppe runter immer zwei stufen nehmend gefährte des winds   so geht es weiter dachte ich sahst du mich an veränderter blick


den schritt zu wagen

den schritt zu wagen   übers wasser gehn jahrzehntelange lehre vom lob der freundschaft   als du atmetest und gingst sprachst und lächeltest mir die hand reichtest   und ehre verliehst meinem sein und versprechen nur diesen beiden   zu stiller freude deinem ruf zu folgen und den schritt zu wagen