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WIR SIND DER WEG

WIR SIND DER WEG   Sei, was du bist, verwegen! Lass uns verwegener sein als alle die Wege, die man uns weist! Denn: nicht die Wege allein, nur die Be-wegung bringt uns voran.   Menschsein heißt: werde Sein! Will sagen: wir sind der Weg. Es mag der Wege Spur und Verlauf führen von hier uns […]


Dialogisierte Berichte aus dem Archiv der Gedenkstätte KZ Osthofen, 6

Dialogisierte Berichte aus dem Archiv der Gedenkstätte KZ Osthofen, 6   Frolinde Balser: Studienrat Karl Balser – Lehrer an der „Höheren Bürgerschule“ zu Ober-Ingelheim vom 1. Mai 1923 bis 11. März 1933, Teil 2   Frage: Den Übergriffen, wie du sie am Beispiel deines Vaters geschildert hast, folgte bald die „gesetzliche Grundlage“ mit dem sogenannten […]


Das andere Gesicht, Teil 1

Das andere Gesicht   Ó Brigitta Dewald-Koch   Adele ist beunruhigt. Etwas Unangenehmes hat sie geweckt, etwas, für das sie keine Worte findet. Aus einem schönen Traum hat dieses Etwas sie gerissen, und obwohl es um sie herum dunkel ist, hat sie sofort gewusst, dass etwas nicht stimmt. Sie hat es gerochen. Und jetzt liegt […]


MENSCHLICHE VERBRÜDERUNG

MENSCHLICHE VERBRÜDERUNG   Gemeinsamkeit! Doch Wie lange noch zweideutig? Wer überwindet, Was nur „mein“ oder „gemein“, Selbstisch oder bloß schäbig?   SOWEIT IST ES GEKOMMEN   Neuerdings Anlass, Menschen leben zu lassen, Weil die Kadaver- Beseitigung schwieriger. Perversion der „Menschlichkeit“.   MISSBRAUCHTER SPRUCH   „Nur Gast auf Erden“ Nicht zur Begründung nehmen, Sich in Gasthäusern […]


Transcendence

Transcendence   I have spent enough time with my legs crossed in lotus position focusing on my breath to know now that it is not the road to transcendence for me and I have also spent sufficient rapturous moments with my nose between your legs to know for sure that for each of us there […]


Dialogisierte Berichte aus dem Archiv der Gedenkstätte KZ Osthofen, 5

Dialogisierte Berichte aus dem Archiv der Gedenkstätte KZ Osthofen, 5   Frolinde Balser: Studienrat Karl Balser – Lehrer an der „Höheren Bürgerschule“ zu Ober-Ingelheim vom 1. Mai 1923 bis 11. März 1933, Teil 1   Frage: Am 12. März 1933 meldete eine Zeitung für Ober-Ingelheim die Dienstenthebung deines Vaters, des Studienrats Balser. Als Grund wurde […]


KAMAKURA

KAMAKURA   GLOCKE   Entriegelt der Blick, Und das Ohr lauscht der Glocke. Räume tun sich auf.   Geäst lässt Augen Den Himmel schauen. Glocke Braucht Anstoß und Ohr.


Theatre Piece

Theatre Piece     I play a part and you play a part The part I play is in a piece of theatre written for you The part you play was written for me All the other actors in this theatre piece have minor roles, trying to crowd us off the stage. But we are […]


Love

Love Does not need to be difficult: two hearts, two mouths whispering their particular truths to one another in a language only one speaks and only the other understands


KAISERLICHER GARTEN IN TOKYO

KAISERLICHER GARTEN IN TOKYO   Wassergraben   Sanft gleitet der Schwan, Rotes Blatt im Gefieder. Auch der Herbst küsst noch.   Mächtige Quader, Gefügt nach menschlichem Plan, Trotzen und schützen.   Zyklopenmauern, Zeitlos starr, doch herbstlicher Farn in den Ritzen.


Demokratie perdue?

Demokratie perdue? 07.05.2017   Was ist das nur für eine rätselhafte, von Menschen gemachte „Zeit“? Eine Zeit, in der die Kultur des Ressentiments — diese emotionsaufgeladene Geistes-Haltung aus tiefgreifendem Groll, alles zersetzendem Neid, Wut und Hass — wieder salonfähig geworden ist und sich nun anschickt, demokratisch verbriefte Wahlen mittels Intrigen und Rankünen zu entscheiden. Was […]


Poem

Poem   I fell in love with you not by choice not from need not out of loneliness or even lust but only because my heart had been crying out in the wilderness for so long and someone finally answered   Aber nur weil Mein herz in der Wildnis so lange geschrien hatte Und endlich […]


Dialogisierte Berichte aus dem Archiv der Gedenkstätte KZ Osthofen, 4

Dialogisierte Berichte aus dem Archiv der Gedenkstätte KZ Osthofen, 4 Johann Beckenbach (1897-1992) über seine Erfahrungen in Nazi-Deutschland, Teil 3   Frage: Wie hast du unter diesen Umständen die Existenz deiner Familie gesichert? Beckenbach: Durch die Fortführung und Ausweitung meines Landwirtschafts- und Weinbaubetriebes. Da ich daneben auch noch im Weinhandel tätig wurde, ergab sich die […]


WO BIN ICH?

WO BIN ICH?   Doch wie wäre uns Zumute, wenn wir eines Morgens aufwachten Und bemerken müssten: wir Sind an Bord der“Titanic“?


Socks

Socks   I told my lover today I had finally put the socks she gave me on in the right order: the one marked “L” on the left foot, the one marked “R” on the right. She laughed, all the way from Hungary.   It is so good to have things to laugh about in […]


Dialogisierte Berichte aus dem Archiv der Gedenkstätte KZ Osthofen, 3

Dialogisierte Berichte aus dem Archiv der Gedenkstätte KZ Osthofen, 3 Johann Beckenbach (1897-1992) über seine Erfahrungen in Nazi-Deutschland, Teil 2   Frage: Das war noch vor der offiziellen Eröffnung des Lagers im Mai 33. Beckenbach: Wir waren die ersten Insassen und wurden in einem dunklen, schmutzigen Fabrikationsraum dieser stillgelegten alten Papierfabrik untergebracht, in dessen Mitte […]


HELLE FREUDE, GETEILT MITEINANDER

HELLE FREUDE, GETEILT MITEINANDER   Dieses Entzücken, meint es uns beide, weil’s dem einen gefällt, auch dem andern? Reißt es uns hin, einander zu schätzen, mehr, viel mehr als Vergnügen, beschwingt es.   Bleiben wir gegenüber, gespiegelt höchstens, ohne die Gunst, uns zu gönnen, jeder dem andern sich, und bereit und willens, was uns begegnet, […]


The Difference Between Being and Doing

The Difference Between Being and Doing   Do you think, I ask my friend Winston over bourbon in the backyard, we have a duty to others– I mean, strangers? Winston and I meet every Monday to discuss something important to one of us. My wife, as she often does, has been making me feel bad about who […]