APHORISMEN 1


APHORISMEN

 

Stille und Schweigen sind der Nährboden nützlicher Worte.

 

Für jemanden die Hand ins Feuer zu legen ist riskant – es für sich selbst zu tun, wäre grob fahrlässig.

 

Wer auf einem hohen Ross sitzt, ist nicht zwingend ein guter Reiter.

 

Gespräche, die allein von Worten leben, hinterlassen keine Spuren.

 

Neid ist ein schweigsamer Geselle. Er ist ganz mit sich selbst beschäftigt.

 

Wer nichts zu sagen hat, schweigt in den seltensten Fällen.

 

Man kann misanthropische Menschen durchaus verstehen – es ist ja schon schwer genug, sich selbst zu ertragen.

 

Einzig die Skepsis vermag den Glauben vor Überhitzung zu bewahren.

 

Die Todesnähe ist das Gewürz in den Speisen des Lebens.

 

Der Weg zum Glück beginnt am Tor der Verzweiflung.

 

Wer seine Feinde liebt, gibt sich nicht geschlagen.

 

Für die Diktatur ist Klugheit, für die Demokratie Dummheit die größte Gefahr.

 

Ohne Idealisten stünden Realisten ziemlich schlecht da.

 

Den Charakter eines Menschen erkennt man weniger an der Wahl seiner Freunde als an der seiner Feinde.


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Ein Gedanke zu “APHORISMEN

  • Rüdiger Jung

    Der Autor würzt seine pointierten Einsichten mit Humor, metaphysischer Heiterkeit, trockenem Sarkasmus, Hellsichtigkeit und Demut.
    Ein Genuss für denkende Leserinnen und Leser.