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Mir ist müde
Mir ist müde leben jung sterben schnell in ner iris berben welt hab ein haus in paris deine eltern sagen trotzdem ich bin keine gute partie wer tat sich beim schopf nehmn hauptsache dass du mich liebst die andren sind mir nichtig leben jung sterben schnell was für „materialistisch“ NEIN der tag wird wieder hell […]
Feldpostbriefe, Fortsetzung
Feldpostbriefe Erzählung, zehnter Teil Der Andrang der Schüler auf dem Sportplatz ist groß. Alle wollen Speere werfen, Kugeln stoßen und mit den neuen Bällen spielen. Ich muss mir Ruhe verschaffen, um die Sicherheitsbestimmungen bezüglich der Speere und Wurfkugeln zu erläutern. Die beiden Obertertianer, die im Sportgeschäft meinen „Hustenanfall“provozierten, erklären sich sofort bereit, die Wurftechniken mit […]
Schreiben, was gesund macht – literarische Produktivität in Krisenphasen
Schreiben, was gesund macht – literarische Produktivität in Krisenphasen Wenn alles fluppt, dann fließt auch die Feder. So sagt man es jedenfalls. Wie aber hält man in längeren Phasen des Misserfolgs oder des Stillstands durch? Gerade dann ist es wichtig, weiterzuschreiben, denn Schreiben weckt selbstheilende Kräfte und diese wiederum ebnen den Weg zu neuem […]
THE SOMBER AND THE SERIOUS
THE SOMBER AND THE SERIOUS How deeply we would like, in our heart of hearts, as the poet Stephen Dunn has written, „to take the somber out of the serious!“ Yet, as is so often the case, the semantic error becomes the emotional one, so that instead of reflecting the greater wisdom (that the […]
Feldpostbriefe, Fortsetzung
Feldpostbriefe Erzählung, neunter Teil Das Abendessen beginnt um 18.30 Uhr. Auf den Tischen steht jeweils eine Platte mit Wurstaufschnitt und Käsescheiben, dazu Brot und Margarine. In großen metallenen Kannen dampft Tee. Wenn der Küchenchef, Herr Zwirlein, gut gelaunt ist, garniert er die Platten mit Gurken, Tomaten oder Kräutern – je nachdem, was ihm zur […]
zur farbe
zur farbe ist das wer wir sind bitte lieb mich ganz weil soviel kalter wind weil sowenig und zerinnt ja alles ergibt sich das ist unser erster tanz gib mir deine hand gestern ist der komparativ von tot jungdumm sag ich das hoffnungsfroh reich mir die krone ich kann nicht ohne ja ich bin ein […]
Clash of cultures — reloaded
Clash of cultures — reloaded 06.04.2019, Fortsetzung I Und weiter: der rechtsextreme Terminus „The Great Replacement“, der ursprünglich auf eine französische Verschwörungstheorie zurückgeht, hat schon längst weltweit in rassistischen Gedanken-Netzwerken Einzug gehalten und ist dort sowohl zu einer allgemein geglaubten, ideologischen Prophezeiung als auch zu einem unumstößlichen Diktum geworden. In den Köpfen der Rassisten […]
IM GLÜCK
IM GLÜCK Lächelnd empfängt mich dein Auge mein Morgen Schirmend wärmt mich dein Herz mein Tag Schweigend spricht mir dein Mund mein Abend aus: Thomas Berger, Am Wegesrand. Einkehr im Garten der Worte Edition Märkische LebensArt Storkow (Mark) 2017, Seite 182
Feldpostbriefe, Fortsetzung
Feldpostbriefe Erzählung, achter Teil Die Aufsicht über die Schüler beim nachmittäglichen „Studium“ gehört zu meinen bevorzugten Dienstpflichten. Ich sitze vor den Pultreihen mit 63 Unter- und Mittelstuflern (Sexta bis Obertertia), die in aller Regel diszipliniert ihren Haus- und Übungsaufgaben nachkommen; nur wenige Male muss ich während der gesamten Zeit des „Studiums“ von 15.15 Uhr […]
WHAT IS SHARED
WHAT IS SHARED As true intimacy between persons diminishes into a cacophony of the false intimacies of mass communication, transient meetings and the endless babble of those with very little to be intimate about,a new language quickly rises up, whose purpose is nothing less than to mask the true emptiness of most human encounters […]
Die Karikatur
Die Karikatur klingt nach ner lüge die uns hilft wer hat was einzuwenden ich werd ihn umstimmen ich weiß nicht was dir als heilig gilt vielleicht solltest du dich auf unser großes ziel besinnen: man kann kein königreich bauen auf ich weiß nicht hab keine zeit zum sterben und ja machen wirs letztes gericht schreiben […]
Feldpostbriefe, Fortsetzung
Feldpostbriefe Erzählung, siebter Teil Im Bus bilden die vier Jungs, die mir als Träger zugeordnet sind, zwei aus der Obertertia, zwei aus der Untersekunda, sogleich eine Gruppe, sitzen beieinander, tauschen sich aus und lachen viel. Ich gehöre nicht dazu, aber sie akzeptieren mich als denjenigen, der die Fahr- und Gehstrecke zum Sportgeschäft kennt, und […]
Clash of cultures — reloaded
Clash of cultures — reloaded 06.04.2019 Als der amerikansiche Politologe Samuel P. Huntington seinen Begriff des „clash of civilizations“, den er zunächst in einem Aufsatz der Zeitschrift „Foreign Affairs“ verwendete (1993), zu einem eigenständigen Werk mit gleichnamigem Titel ausarbeitete (1996), vertrat er die These, dass einerseits die westliche Kultur an Macht und weltweiter Einflussnahme […]
WERKTAG
Thomas Berger, Erzählung, aus: Freiheit grenzenlos, Anthologie FDA Hessen, Edition Blaue Feder, Dieburg 2014, Seiten 167/168 WERKTAG Ein Mann fortgeschrittenen Alters, der viele Jahre lang seinen Dienst vollkommen zuverlässig und also, ohne auch nur den kleinsten Tadel auf sich zu ziehen, verrichtet hatte, erschien eines Morgens nicht im Büro. Die anwesenden Angestellten […]
Ehrlicher Ausdruck der Ahnungslosigkeit
Ehrlicher Ausdruck der Ahnungslosigkeit in meiner erinnerung hatten wir alle die richtige gesinnung sitz ich hier auf der bank weiß ich war vor der hochzeit schlank im rückblick wussten wir schon alle es würde so kommen aber frag mich nach morgen ich hätts nicht kühner ersonnen * lass mich die zeit rückdrehen als alles […]
