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IDOLATRY

IDOLATRY There is a point at which even the most sincerely held affections can also become an idolatry, where enthusiasm crosses the line into worship so that all other possibilities, all other moralities, become absorbed into the thing revered. Artists, perhaps most of all (except for those who merely worship money), seem prone to this […]


Was unbezahlbar ist …

Was unbezahlbar ist… Essay, Fortsetzung II: Rückblende: Im ersten Teil der vier Essays stellte ich der Frage „was ist unbezahlbar?“ zunächst die Frage „was ist käuflich?“ zur Seite, und warf ein erstes Schlaglicht auf die „kurze Geschichte des Geldes„. Denn Geld als Zahlungsmittel löste im siebten vorchristlichen Jahrhundert den Tauschhandel von Waren und Gütern ab, auch […]


Erwachen

Erwachen sag mir wo sohn mein warst du blauäugig deine vergangene naivität scheu nicht denn sie scheint doch zu sein ganz schön heutig * sie war so hell wie jeder sommertag an dem ich sie unter markisen traf nun gehöre ich wohl dem gestern an der schöne sommer 15 ewiglang * wünscht du hättest mich […]


GRAZIE UND INTUITION

Auszüge aus: Thomas Berger, GRAZIE UND INTUITION. Zur Aktualität einer Verhältnisbestimmung bei Heinrich von Kleist   Vor mehr als zweihundert Jahren, genauer: 1810, erschien in den Berliner Blättern die Abhandlung Über das Marionettentheater. Der Dichter Heinrich von Kleist (1777−1811) wendet sich darin – der Sache nach − einem Begriffspaar zu, das die Philosophie seit Platon […]


Feldpostbriefe

Feldpostbriefe Erzählung, erster Teil   Rücksichtsloses Klopfen an meiner Tür! Wie ist das möglich? Ich habe erst übermorgen die Abendaufsicht oder sollte ich mich vertan haben? Ist etwas passiert, das die Störung meiner freien Zeit rechtfertigt? Besorgt und verdrossen zugleich springe ich vom Sessel auf und öffne, nicht ohne vorher noch die Kerze auszublasen und […]


WAS UNS HINDERT, ZU VERSTEHEN

WAS UNS HINDERT, ZU VERSTEHEN   Gegenseitig, sich verachtend, trennt Getrenntes sich im Streit, statt der Seiten Art betrachtend und zur Schätzung je bereit, zieht ein jedes aus des Andern Anderssein das Recht zum Krieg, kein Erfahren, kein Bewandern, Kennenlernen gilt, nur Sieg.   Und so geht an Unterschieden, die das Menschsein mit sich bringt, […]


Rezension: Puccini zum Frühstück

  Puccini zum Frühstück von Konstanze Harlan Zum Inhalt: Neues Leben, neuer Job und das totale Liebeschaos. Nie hätte Charlie gedacht, wie rasant sich mit ihrem ersten Arbeitsvertrag am Theater alles verändern würde. Immerhin war sie noch nie verliebt und jetzt gibt es gleich zwei Männer, die in ihren Gedanken herumspuken. Doch eigentlich hat sie […]


AN ROBERT

  Auszüge aus: Thomas Berger, Am Wegesrand. Einkehr im Garten der Worte Edition Märkische LebensArt, Storkow (Mark), 2017 Seiten 80 (über Robert Walser) und 56 (über Vincent van Gogh)   AN ROBERT Dein Leben riss weil dich der Lorbeer floh entzwei   Jahrzehntelang verbargst du hinter Wortkunst deine Angst   Dann zogst du hohe Schweigemauern […]


VERSTÄNDNIS, NICHT NUR VERSTAND

VERSTÄNDNIS, NICHT NUR VERSTAND   Wo ist die Brücke, der Steg, der Einlass, das Tor? Wer kennt die Losung, das Wort, das Zutritt verschafft und eint, was getrennt ist?   Zugang zu finden, nur dem Verstehen gelingt`s, sich an die Stelle des Andern, ohne Verzicht auf das Eigne, zu setzen.   Zeig’ ich Verständnis, mitnichten […]


An mir?

An mir? alles kam von schlecht zu schlimmer ändern konnt nichts euros schimmer tod fand und folgte uns das kehlchenlied noch aus deinem mund wenigstens jemand muss die hände darlegen zeit ist ein feind du bist schon nicht mehr zugegen ich glaub jetzt ist es an mir hätt es nie gemacht hätt ich darüber nachgedacht […]


Was unbezahlbar ist…

Was unbezahlbar ist… Essay, Fortsetzung I: Rückblick:Im ersten Teil meines Essays streiften meine Betrachtungen zum Thema „was unbezahlbar ist“ nur skizzenhaft „eine kurze Geschichte des ‚Geldes‘“ sowie anschließend überblicksartig die „Entwicklungvon Waren und Handel; frühe Märkte und Fernhandels-Routen„. Denn bereits in der Antike wurden aus Tauschwaren Handels- und Luxus-Waren; aus Tauschwirtschaft wurde im Laufe der […]


TUNNEL DES LEBENS

Auszug aus: Thomas Berger, TUNNEL DES LEBENS. Das säkulare Gewand eines theologischen Denkmodells, 2018 Der 1990 in Neuchâtel verstorbene schweizerische Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt (geboren 1921) hinterließ ein breit gefächertes Werk: Theaterstücke, Hörspiele, Romane, Erzählungen und Essays. Vor allem einer seiner Texte ist mir in lebhafter Erinnerung geblieben: die Erzählung  Der Tunnel. Sie erschien erstmals 1952, in […]


WIE KINDER SIND

WIE KINDER SIND   Wie Kinder sind? Ihnen genügt ein Ball. Doch sie tragen den Erdball in Händen.   Ach, würden sie niemals wie wir! Ihr Blick auf den andern gerichtet, der mitspielt … Behenden Laufs, hurtig, bereit, den Ball auch dem andern zu gönnen, dem Partner.   Wie Kinder sind! Würden doch wir wie […]


Zeugnistag 

Zeugnistag   sie liebt mich einen tag und am nächsten nicht mehr warum glaubst du wurde ich aktenvernichter – ich werde einen fehler machen du lachen jagen nach tausend sachen glücklich als wärs nach dem überleben des schuss die patrone noch in der brust es war nie wirklich so hart asphalt geküsst als wärs venus […]