Der Jakobsweg – mein Weg 3


Santiago de Compostela. Wie ein ferner Ruf zum Aufbruch bringt der Name dieser Stadt in mir etwas zum klingen. Ein Aufbruch, ein Weggehen aus dem Alltag. Sich neu finden. Auf dem Weg zu sein, wie es heißt. Was ist dran an dem Jakobsweg, dem Camino de Santiago? Warum lässt mich dieser nicht mehr los?

Schon zwei Mal war ich auf unvergleichlich schönen Reisen in dieser Stadt zu Besuch. Konnte ich den Zauber der von dieser Stadt ausgeht auskosten. Wir, meine Frau Hilde und ich, waren damals durchaus auch als Pilger unterwegs, waren bereit uns auf die Mystik des Jakobweges einzulassen. Dankbar, für unsere Erlebnisse denken wir oftmals an diese Fahrten zurück.

Pilgern. Loslassen. Ankommen. Meine Familie, Freunde, Kollegen mussten sich meine Träume, selbst als Pilger unterwegs zu sein, den Stab zu nehmen, bereits erschöpfend anhören. „Dann geh’ doch endlich!“ – so der allgemeine Aufschrei in diesem Jahr.

Dann war es tatsächlich, wirklich soweit. Die Planungen konnten beginnen. Ich trat dem Fränkischen Jakobusverein bei. Erhielt meinen Pilgerpass, das Credencial. Ergänzte meine Pilgerkleidung. Stellte meine Reiseroute zusammen. Beantragte Urlaub. Erwarb die Fahrkarten nach St.-Jean-Pied-de-Port, von wo aus ich in den Camino einsteigen wollte.

Mit allen guten Wünschen begleitet, trat ich meine Reise am Abend des 16. April 2004 an. Der Nachtzug brachte mich zunächst nach Paris, von wo aus ich über Bayonne, am Abend des 17. April 2004 das vorläufige Endziel erreichte. Am Morgen des 18. April 2004 begann mein Abenteuer.

Ich wurde während meiner Wanderung überschüttet von Eindrücken, denen ich mich nicht erwehren konnte. Gedanken kamen und gingen. Menschen, Landschaften, Erlebnisse haben ihre Spuren hinterlassen.

An diesen Eindrücken möchte ich die Leser teilhaben lassen.

Die folgenden Texte und Gedichte der Blog-Rubrik „Jakobsweg“ spiegeln die Gedanken eines Jakobspilgers wieder. Nur einer von Millionen Pilgern, der sich bewusst aufgemacht hat um auf dem Camino de Santiago Antworten auf offene Fragen zu erhalten.


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3 Gedanken zu “Der Jakobsweg – mein Weg

  • Petra Seitzmayer

    Ich habe schon viel davon gehört. Leider hatte ich bisher nicht die Möglichkeit, diese Wanderung selber durchzuführen. Um so gespannter bin ich auf Ihre Eindrücke. Ich freue mich darauf.

  • Dörthe Hortig

    Letztes Jahr durfte ich auch den Weg gehen. .. und seit dem habe ich ihn nicht wirklich verlassen. Ich freue mich schon auf ihre Berichte .Liebe Grüße Dörthe Hortig

  • Karl-Heinz Grube Autor des Beitrags

    Es freut mich sehr, dass mein Artikel Ihr Interesse geweckt hat. Es ist mein Anliegen, die Erinnerungen mit anderen zu teilen.
    Herzliche Grüße,
    Karl-Heinz Grube