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die hohen decken

die hohen decken der großen säle anders ging mein atem – dass ich ihn mir zum meister nehm wieder der bin der ich war  


ERLEBEN

  ERLEBEN   Unter sanftem Himmel allein über den Höhenzug wandern Stunde um Stunde   Die Blicke schweifen lassen über Matten und Ackerfurchen sich anschmiegen an Grün und Sonnenglanz   Heimisch werden   Mein Haus in der Ferne ein Exil


cupido dein pfeil

cupido dein pfeil ist legion sichre sache ich zieh ihn heraus betrachte ihn und denke mir geschichten dazu aus  


Wende der Zeiten

Wende der Zeiten 28.08.2022   Einstmals war eine Zeit, da wir unbeschwert lebten, im Takt sorg-loser Stunden —   Damals ruderten zwei ein Boot und der eine war kundig der Sterne, während der andere kundig der Stürme war — jedoch: am Ende, ganz am Ende, war das Meer in der Erinnerung dieser beiden so tiefen-blau […]


ANGEWEHT

Thomas BergerAm Wegesrand. Einkehr im Garten der Worte. GedichteEdition Märkische LebensArt, Storkow (Mark), 2017, S. 43   ANGEWEHT   Hoch im Baum seit Tagen ein Luftballon   Zettel und Schnur hängen fest   Regen und Wind das Orange leuchtet   Unbekannt bleiben Sender und Botschaft   Vielleicht ein Zeichen bunten Lebens für mich    


spuren zu setzen

spuren zu setzen   spuren zu setzen nicht ausgelöscht sein bei den kommenden – dass sie es sich zur freude machen sich meiner zu erinnern   denn auch noch im tod will ich gegenwärtig sein – bezogen hierorts – und will solange es geht mitsingen im erdenchor   mag sein ich lache drüber wenn ich […]


das werk wie ein dach

das werk wie ein dach dass dein blick drauf gerichtet dein sinn es erwägt wie schon einmal in der zeit da ich noch ein knabe war  


EIN LITERARISCHER WEG

Thomas Berger EIN LITERARISCHER WEGDer Lyriker Johannes Chwalek Aus den zahlreichen Gedichten des Mainzer Autors Johannes Chwalek (geboren 1959 in Flörsheim am Main) seien an dieser Stelle zwei ausgewählt. Beide sind neben vielen anderen auf dem Blog von Petra Seitzmayer (SchreibArt) veröffentlicht. Sie zeigen exemplarisch, welchen Lebenspfad die Moiren für den im bürgerlichen Beruf als […]


liebst du am ende

liebst du am ende die sphäre die noch erstrahlt denn was frommt noch das alte herrliche wesen birgt sich in den äther hin    


FUND IM TAGEBUCH

Thomas BergerAusgewählte Haiku, veröffentlicht 2022 in der internationalen AnthologieFUND IM TAGEBUCH, Neue Cranach Presse Kronach, S.19, 33, 48 Zwei Segelfalterglückselig im Liebesspiel −blind für die Gefahr. Fünf junge Birkenim kühlenden Märzenwindflüstern vom Sommer. Weite der Landschaftnach beschwerlichem Aufstieg.Der Greis blickt zurück.


nebel deckte nie

nebel deckte nie das fernabliegende land der studienjahre welche kräfte die der zeit zum meister sich erheben  


Aphrodite

Rezension von Thomas BergerSOMMERGRAS. Vierteljahresschrift der Deutschen Haiku-Gesellschaft e.V.Juni 2018 – Nummer 121, S. 48/49   „Ein Haiku, das mich besonders anspricht“ Aphrodite – die warme Haut des Marmors (Gerd Börner)   Ein Dreizeiler, also wenige Worte nur, und doch mehreres, das Aufmerksamkeit hervorruft. Von einer olympischen Göttin ist die Rede – und das im […]


meine mutter starb

meine mutter starb ich musste in die abtei in die studien dort befand ich mich wohl – such mit dem mühlstein zu tanzen  


MITTEN IM NEUEN DAS ALTE

Thomas Berger MITTEN IM NEUEN DAS ALTEZur Lyrik von Johannes Chwalek Dreiundzwanzig der zahlreichen Gedichte des Mainzer Autors Johannes Chwalek (geb. 1959 in Flörsheim am Main), zuletzt veröffentlicht auf dem Blog von Petra Seitzmayer (SchreibArt) – was lässt sich über die Texte sagen? Die Gedichte tragen teils eigenständige Titel, teils sind Zeilen aus den Texten […]


es war eine zeit

es war eine zeit wo ich gleichmütig lebte im takt der stunden – und mehr als das: in allem vibrierte stiller jubel  


es war eine zeit

es war eine zeit wo mein kindlich wort im ohr des freundes gewann währe was einst gewesen tauche in stehendes jetzt


UNTER MÖWEN

  Thomas Berger, Unter Möwenaus: Thomas Berger / Ilse Heller, Orte und Worte. ImpressionenFrankfurt am Main 2016, Seite 67   UNTER MÖWEN   Wie verlockend die Insel in reizvoller Leere des Winters   Über die Richtung der Wanderlust entscheidet der Wind   Schauspiele des Lichtes Wolken in stürmischem Tanz   Sorglos atmen am Strand und […]


bekenntnis eines nachtmenschen

bekenntnis eines nachtmenschen   ich bin ein abendmensch mehr noch ein nachtmensch der morgen ist für mich schlimm und mittags muss ich schlafen   am nachmittag strecke ich mich die lebensgeister suchen mich nun kann der tag beginnen ich werde eleganter   nachts freu ich mich des daseins die ideen schmeicheln mir ich setze an […]