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Postcard

Postcard for Winston Fuller There is no absence of self in such poems. The whatness of the moment is always someone’s awed account of having been there.  It is always a postcard from one soul to another. The curtains float from summer windows as in a Wyeth painting   All the little mountains dug up […]


PERSONA IN PERSONA?

PERSONA IN PERSONA?   Was heißt schon, schlimm sei Das Gesicht zu verlieren, Wenn man erkannt hat: Die schlimmste aller Masken Kann das eigne Gesicht sein.   VISAGE VISAVIS   Selbstbespiegelung? Gewiss, als Gestalt sehe Ich mich im Spiegel, Sehe mir in die Augen. Doch mich selbst sehe ich nicht.   ENTDECKUNG DES NEUEN   […]


Von Engeln und Menschen, Teil 2

Von Engeln und Menschen 06.08.2017 Zwar haben alle Engel Gottes auf einer Nadelspitze Platz — aber ein einziger Mensch hätte weder in der „Welt“ genügend Raum noch auf der ganzen Erde genügend Platz. Kommentar: Vom Menschen, Teil 2 Der Mensch als Anteils-Eigner dreier „Welten“ — der biologisch-materiellen, der geistigen, der seelischen — existiert als „Offener […]


Wie es bröckelt und schwindet Erzählung, Teil 7

Wie es bröckelt und schwindet Erzählung, Teil 7 Ich sah auf die Uhr: Mein Zug fuhr bald. Beschenkt mit dem Pfeifenetui, vor allem aber mit dem Typoskript stand ich zum Aufbruch bereit. Er gab mir die Hand, seine große, schwere Hand mit festem Druck und umarmte mich. Die Frage nach der Bibliothek im Internat lag […]


Kurzgedichte

ZEIT HAT IHRE ZEIT Zumeist, was geschieht, Kommt zu früh oder zu spät. Nur der Blitzstrahl trifft. Grell aufleuchtend verglüht er, Kommt und geht zu seiner Zeit.   VORÜBERGANG DES AUGENBLICKS Es dürfte wohl, was Gewesen, Sehnsüchtigem Ins Sein verhelfen, Wenn, einstmals einst, dermaleinst, Herkunft die Zukunft berührt.   ZEITVERTREIB DER ZEITEN Ab und zu […]


Die Erbacher Rose: Teil 4

Die Erbacher Rose: Teil 4 „Michelstädter reibt sich die Augen, doch die Tränen kann er nicht zurückhalten. Er dreht sich um. Versucht nicht mehr hinzuschauen. Vergebens! Die Stimmen kommen. Stehen neben mir. Treten Mama. Ich schreie. Sie zerren an ihren Stoßzähnen. Hauen. Tun ihr weh. Holen mich an den Beinen. Ziehen mich hinterher. Es tut […]


Von Engeln und Menschen, Teil 1

Von Engeln und Menschen 06.08.2017 Zwar haben alle Engel Gottes auf einer Nadelspitze Platz — aber ein einziger Mensch hätte weder in der „Welt“ genügend Raum noch auf der ganzen Erde genügend Platz. Kommentar: Von Engeln, Teil 1 Seit frühester Zeit existiert die Glaubens-Vorstellung, dass es „vermittelnde Wesen“ zwischen dem Bezirk der Menschen und dem […]


Wie es bröckelt und schwindet Erzählung, Teil 6

Wie es bröckelt und schwindet Erzählung, Teil 6 Das Haus war von ernüchternder Funktionalität. Ein aufgestellter Quader mit einem Flachdach! ging es mir durch den Kopf. Im Erdgeschoss wurde eine „Spielhölle“ betrieben. (Noch heute – vierzig Jahre später! – blinken dort die Automaten!) Ich öffnete die Haustür, erstieg die Treppen und drückte die Klingel mit […]


LEERE UND LINIE

LEERE UND LINIE Raum ohne Ende, Leere legt bloß allerseits, Weggefegt alles, Selbst des Himmels Wölbung plan, Umriss schafft Körper, Gestalt. Linien bin ich Dankbar, sogar in des Punkts Anfang und Ende. Linie hebt aus dem Nichts Raum, lässt selbst Leere leer sein.   DER ABEND VERSINKT Ins Licht gekehrt Die Haut abgründigen Meers: Aus […]


Angelika Rieber und Eberhard Laeuen: „Haltet mich in gutem Gedenken“. Rezension

Rezension Angelika Rieber und Eberhard Laeuen: „Haltet mich in gutem Gedenken“. Erinnerung an Oberurseler Opfer des Nationalsozialismus. Oberursel 2015 (Verlag Spurensuche, ISBN 978-3-00-050714-4), 121 S., zahlreiche Abbildungen.   Zwei Wege der Erinnerung sind in Oberursel beschritten worden, um der Opfer des Nationalsozialismus in der eigenen Stadt zu gedenken. Am Hospitalplatz steht ein Denkmal, das auf […]


Zumindest träumen davon kann man ja

                 17-003 Zumindest träumen davon kann man ja Vielleicht finde ich auf einer meiner Reisen einen Jungbrunnen. In den springt man hinein und kommt als Zwanzigjähriger wieder heraus. Ich wäre auch zufrieden, wenn es dreißig Jahre wären, Hauptsache, man behält all sein Wissen von vorher. In diesem Fall hätte […]


Wie es bröckelt und schwindet, Erzählung Teil 5

Wie es bröckelt und schwindet Erzählung, Teil 5   II Drei Jahre dauerte es, bis ich eine erneute Einladung des Präfekten erhielt – aber es war doch alles anders, als beim ersten Mal. Ich hätte enttäuscht sein und mir einreden können, dass ich mir alles verscherzt hätte durch meinen unbedachten nächtlichen Ausflug. Tatsächlich blieb ich […]


SEHENLERNEN

SEHENLERNEN   Wem es gelänge, Abzusehen von sich, dem Gingen die Augen Auf. Er lernte, erlernte Zu sehen und Zusehen.   EINDEUTIG ZWEIDEUTIG   Augen nehmen wahr, Solange sie „offen“ sind. Zungen sprechen klar, Nehmen kein Blatt vor den Mund, Sofern sie „redlich“ bleiben.   FÄRBEN   Farben, dienstbar der Werbung, täuschen, locken wie Blüten […]


Rezension

Rezension Torben Fischer, Matthias N. Lorenz (Hg.): Lexikon der „Vergangenheitsbewältigung“ in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Bielefeld 2015, 488 S.   Das in sieben Kapitel chronologisch gegliederte Buch referiert den bundesrepublikanischen Diskurs über die „Bewältigung“ der nationalsozialistischen Vergangenheit. Politische, wissenschaftliche, juristische, gesellschaftliche, künstlerische und mediale Aspekte werden […]


Gottesferne — Gottesnähe

Gottesferne — Gottesnähe 25.07.2017   In seinem Werk „Der Stimme der Mystik lauschen“ (Kösel, 2005) zitiert Gerhard Wehr am 14.Juli aus dem Werk von Madleine Delbrel (1904-1964). Diese macht, wie viele Ordensleute und Mystiker/-innen die verwirrende Erfahrung, dass der Gott-Suchende sowohl Zeiten höchster Innigkeit mit Christus (mit Jahwe/Jehova, mit Allah, …) kennt — „das blendende […]


Wie es bröckelt und schwindet Erzählung, Teil 4

Wie es bröckelt und schwindet Erzählung, Teil 4   Am nächsten Morgen stand ich nach dem Wecken um 6.50 Uhr auf und wartete, ob mich jemand nach den gestrigen Ereignissen fragen würde, dass ich noch einmal aufgestanden und hinausgegangen und erst nach einiger Zeit wieder zurückgekehrt sei usw. Nichts dergleichen geschah! Ich ging in den […]


OHREN- UND AUGENSCHMAUS

OHREN- UND AUGENSCHMAUS   Wann wohl gelingt es, „Sprüchen“ ins Wort zu fallen, Glatter Zunge Schliff Bloßzustellen und aus der Fassung Slogans zu bringen.   Wie auch wehrt man dem, Was ins Auge springt, gestylt, Oder poppig bunt Den Sehnerv runtergeht, glatt, Augenschmaus nach Zungenschmaus?   DAS ENDE DAUERT   Das Ohnmächtige, Sei es, dass […]