GEORGE III
Thomas Berger GEORGE III Im Talfieldas Atmendir schwer Soformtest dueigene Höhendir Herrschtestein Meisterder Spracheim Gedicht Noch einmalein Reichnichtvon dieser Welt
Thomas Berger GEORGE III Im Talfieldas Atmendir schwer Soformtest dueigene Höhendir Herrschtestein Meisterder Spracheim Gedicht Noch einmalein Reichnichtvon dieser Welt
Allegorien 03.10.2023 Es war wohl um die zwölfte Stunde, gegen Mitternacht, als sich die Festgesellschaft von ihrem Bankett erhob, ihre Pechfackeln, Laternen und schwarzen Kerzen zur Hand nahm und lautlos, fast gespenstisch anmutend, den Großen Saal in der Höllenschlucht verließ. Sie streiften ihre schwarzen Handschuhe sorgfältig über ihre knochigen Finger, zogen ihre schwarzen, schweren […]
es war eine zeit im schnee mit uns am konvikt sternendunkelheit wir lächelten der schnee knirscht‘ gitarrenklang – deine hand
Thomas Berger GEORGEII Leichtmachtest du esden Lehrernnicht Störrischlauteteihr Urteileigensinnig Dein Lächelnbrachte sie aufwittertenHochmut Gering dein Einsatzdennochder Abschluss
einst die hohe zeit unversehens trat sie ein und ich dacht‘ sie blieb‘ über felsen- eiseskluft hüte ich die flamme nun
Thomas Berger GEORGE I Einsamwarst duniemandverstand dich Da schufst duals Kindeine Welt WarstKönigim Spiel du allein Geheimdie Sprachezum Schutzdes Regenten
viel steht vor mir auf aus der sagenhaften zeit fremd den jüngeren legt sich jahr um jahr darauf seh ich klarer als zuvor
Thomas Berger ETHIK AUF SCHWANKENDEM GRUNDErwägungen im Spannungsfeld zwischen Sittlichkeit und Freiheit ̶ AUSZUG ̶ Eine Ethik, die nicht geneigt ist, von einer abstrakten Wesensbestimmung des Menschen und einem metaphysischen Ordnungsdenken auszugehen, wird sich an das Kantische Bild vom „krummen Holze“ und an die Aussage von Aristoteles erinnern, dass es nicht leicht sei, ein guter […]
sieh die kleine spur dort die welle spült sie fort grad noch war sie da doch die neue zeit rollt an und wer weiß noch was einst war
Thomas Berger GEFÄHRTENSCHAFT in memoriam S. G. Einen Sternwählenauf dem Lebenspfadnicht verharrenerdenschwer Verlockungendes Tieflandssubstanzlosder Verachtungwert Stiefeldes Geistesschnürenpilgernzur Schönheit
es war eine zeit der ruhe des papiers und meiner füllfeder der pfeifenrauch umschwebte meine schallplattenmusik
Thomas Berger TIEFLAND Steilragte emporzu ihren Füßender Berg Furchtergriff siewenn manchmallockend er rief Vertrauenschenkte siestets nurdem Tale Gefahrlos lebte sie dortatmetefrei Einmal jedocherstrahltevom Gipfelein Glanz Betörteihr Herzsie schnürtedie Stiefel Leichtkam sie voranfern schondie Ebene Plötzlich indesschwanddes GipfelsZauber Eilendskehrte sie umledigder Täuschung
„also sint all ding unbstendig“ (Anno salutis 1534, am 31. tage Julij Hans Sachs) im studiersaal des konvikts standen geldbäume in irdnen töpfen viele jahre später zog ich mir solchen aus gefühl doch der wuchs heran zu einem richtigen kerl mit dickem hauptast und mächtigem gehänge dass ich einen eimertopf zuletzt für […]
Thomas Berger BEINAHE Kannfragte er sichder eine Traumlang gehegtjemalsWirklichkeit werden Niemalssagtevon Mal zu Malhellwachunerbittlichdie Wirklichkeit Einmal jedochdie Hoffnungglomm weiterschwiegschläfrig gewordendie Wirklichkeit Gleichloderten aufWandlung vor Augendie Flammender Hoffnung Der Hitzeabholderwachtedie Wirklichkeitgriff raschnach dem Zepter
es war eine zeit in grün mit blauer sehnsucht oh dorthin nehmt mich purpurne wolken wo stets und allwärts nicht die fremde
Thomas Berger INSELLEBEN Wenn im Abendrotdie Sonne ins Meer gleitet,steigt Wehmut empor. Auf BuhnenpfählenScharen von jungen Möwen ̶ Konkurrenzkämpfe. Wellenspiel am Meer.Lustvoll den Sommer atmen.Goldene Tage. Das hohe Schilfgraslässt willig sich liebkosenvon Inselwinden.
Organisatorisches werde ich nicht mehr besprechen, sagte ich mir auf dem kurzen Nachhauseweg. Sollen sie das mit dem Institutsleiter klären, ich bring sie gerne hin. Lernen, Bildung, Inhaltliches in Deutsch, Geschichte; Besonderheiten des Zweiten Bildungsweges – darauf lenke ich das Gespräch am Donnerstag. Wenn’s nicht klappt – hier tauchte Irmi vor meinem geistigen Auge auf […]
Anfangen zu erzählen, Fortsetzung „Ich heiße Irmi, das ist Maria, und wie heißen Sie?“, fragte die Frau, die vorhin an der Kasse gestanden hatte. „Ich heiße Johann“, antwortete ich. Der Tonfall unserer Unterhaltung war gesetzt, merkte ich: Vorname und Siezen; es war mir recht. „Bestimmt haben Sie ganz viele Fragen. Schießen Sie los!“, sagte […]